Herausforderungen der medizinischen Grundversorgung

Herausforderungen der Grundversorgung
Die täglichen Herausforderungen eines Unternehmens, welches in der Grundversorgung verschiedene Disziplinen abdeckt, sind breit und weitreichender Natur.

Zum einen der Fachkräftemangel auf ärztlicher Seite, wie auch der allgemeine und stetige Wandel im Gesundheitswesen. Die Digitalisierung zu priorisieren, deren Ausweitung und Vernetzung auf allen Ebenen à jour zu halten, ist eine weitere Herausforderung. Eine weitere Challenge ist die komplexe Tarifstruktur TARMED für ambulante Leistungen.

Die grösste Herausforderung der nahen Zukunft wird sein, die Baby Boomer Generation von Hausärzten neu mit Kollegen der Generation X, Y und Z zu besetzen.

Ein zeitlich früher regulatorischer Aspekt zeigte und zeigt sich allen anzugehenden Hausärzten bereits im Studium – der Numerus Clausus. Allein die Tatsache, dass sich die Anzahl der eidgenössischen Diplome in Humanmedizin seit rund 8-9 Jahren kaum verändert hat, gibt zum Überdenken Anlass. Auch dass die Schweiz ihre fehlenden Hausarzt-Kapazitäten durch Ärzte mit Anerkennung aus anderen Herkunftsländern abdecken muss.

Bild: https://www.bag.admin.ch/bag/de/home/zahlen-und-statistiken/statistiken-berufe-im-gesundheitswesen/statistiken-medizinalberufe1/statistiken-aerztinnen-aerzte.html

Künftiger Hausärztemangel
Ein möglicher Lösungs-Ansatz bzgl. künftigem Hausärztemangel wäre prüfbar:

  • Aufhebung der Beschränkungs-Anzahl von Studierenden in Humanmedizin
  • Einführung des Numerus Clausus vor den Jahren der Weiterbildungen und Spezialisierungen

Generationenwechsel
Die Arbeitgeber im Gesundheitswesen müssen sich für künftige Herausforderungen fit machen und den Medizinern von morgen attraktive Arbeitsplätze anbieten. Institutionen, Zentren und Praxen müssen umdenken und sich jetzt positionieren, um top ausgebildete Talente für sich zu gewinnen.

Die Arbeitnehmer der nächsten Generationen sind mit den neuen Technologien aufgewachsen und haben den Anspruch auf eine gute Work-Life-Balance, flexible Arbeitszeiten, Vertrauen und Mitgestaltung, nachhaltig wirtschaften, einen sozialen, gesellschaftlichen Mehrwert schaffen und einer sinnstiftenden Arbeit nachzugehen. Sie wünschen sich vermehrt Teilzeit-Stellen, ein effizientes Miteinander, ein stimulierendes Arbeitsumfeld, kurze Arbeitswege, Administration in Home-Office-Konzepten, praxisrelevante Fortbildung, flache Hierarchien.

Fazit:
Wenn auch vieles digitalisiert wurde und noch vieles technisch weiterentwickelt wird.

Wir alle brauchen einen Hausarzt, einen Menschen.

Auch in der Zukunft.

Linda Fröhli
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